“Rich Dad Poor Dad” von Robert T. Kiyosaki (Rezension) Was die Reichen ihren Kindern über Geld beibringen

Der Autor

Der amerikanische Geschäftsmann Robert Toru Kiyosaki ist auf Hawaii geboren und aufgewachsen. Als Kind einer aus Japan stammenden Familie, stand er unter dem Einfluss von zwei gegensätzlichen Ansichten und Einstellungen gegenüber Geld.

Während sein leiblicher Vater zwar mit hoher Bildung und gutem Verdienst einer staatlichen Institution diente, hatte dieser sein Leben lang mit finanziellen Problem zu kämpfen. Der Vater seines Freundes hingegen, verfügte mit deutlich weniger Schulbildung, über eine ausgeprägte finanzielle Intelligenz und war ein überaus erfolgreicher Geschäftsmann. Dieser war es schließlich auch, der das Leben des Autors in die Richtung von Erfolg und Reichtum lenkte.

Neben einer Reihe von erfolgreichen Geschäften, gelang es Robert T. Kiyosaki mit seinen Büchern mehrfach auf Bestsellerlisten vertreten zu sein und diese millionenfach zu verkaufen. Zu den bekanntesten gehört das vorliegende Werk “Rich Dad Poor Dad“, welches den Anfang einer ganzen Serie machte und inzwischen auch einiges an Zusatzmaterial wie z. B. didaktische Spiele beinhaltet.

Inhalt des Buches

Einleitend erzählt Kiyosaki die Geschichte seiner Kindheit und wie es zu dem ersten Kontakt mit dem reichen Vater seines Freundes kam, der ihn und seinen Freund schließlich auf sehr eindringliche aber wirkungsvolle Weise alles über Geld und Reichtum beibringen sollte.

Die nachfolgenden Kapitel sind dann auch wie Lehrinhalte aufgebaut und vermitteln sehr anschaulich und verständlich, was der Autor von seinem reichen Vater lernte und wie dieses Wissen anzuwenden ist, um finanzielle Unabhängigkeit und Reichtum zu erlangen.

Kiyosakis Anliegen ist es, eine Lücke zu füllen, die das Bildungssystem an unseren Schulen nicht zu schließen vermag. Die Menschen würden ohne jegliche finanzielle Bildung ins Leben entlassen, so dass ein Grossteil schließlich an Schulden oder Armut leidet.

“Der Hauptgrund dafür, dass sich Leute finanziell abrackern, ist, dass sie jahrelang zur Schule gehen, aber nichts über Geld lernen. Das Ergebnis: Menschen lernen, für Geld zu arbeiten – aber nicht, wie man es schafft, das Geld für sich arbeiten zu lassen.”

Allen Kapiteln folgt eine Lektion, die das Geschriebene zusammenfasst und mit den wichtigsten Aussagen und Zitaten vertiefen soll. Zudem werden Fragen formuliert, die den Leser zur Analyse seiner eigenen Situation animieren und mögliche Schwachstellen aufzeigen.

Aus dem Inhaltsverzeichnis:

  1. Kapitel: Die Reichen arbeiten nicht für Geld
  2. Kapitel: Was bringt ein solides finanzielles Grundwissen?
  3. Kapitel: Kümmern Sie sich um Ihre eigenen Geschäfte
  4. Kapitel: Die Geschichte der Steuern und die Macht der Unternehmen
  5. Kapitel: Die Reichen erfinden das Geld
  6. Kapitel: Arbeiten Sie, um zu lernen, nicht für Geld
  7. Kapitel: Hindernisse überwinden
  8. Kapitel: Die ersten Schritte
  9. Kapitel: Sie wollen noch mehr? Hier noch ein paar Dinge, die Sie tun können

Rezension

Auch wenn dieses Werk stellenweise recht unterhaltsam ist, ist es dennoch keine leichte Bettlektüre. Kiyosaki bleibt seiner Mission durchgängig treu und möchte dem Leser vermitteln, welche Denkgewohnheiten nötig sind, um Wohlstand und Reichtum zu erlangen, indem man Geld für sich arbeiten läßt.

Allerdings darf man keine detaillierte Anleitung oder konkrete Anlageempfehlungen erwarten. Es geht einzig und allein darum, sich die richtige Einstellung anzueignen und den Unterschied zwischen Verbindlichkeit und Vermögen zu erkennen.

Das gelingt Kiyosaki meines Erachtens jedoch recht gut. Jede Menge Aha-Effekte haben mir deutlich gemacht, dass ich wohl auch noch einige Wissenslücken auf dem Gebiet hatte bzw. einigen Irrtümern erlegen war.

Besonders die Veranschaulichung von Gewinn- und Verlustrechnung sowie einer Bilanz mit Vermögens- und Verbindlichkeits-Spalte, halte ich für sehr gelungen. Kiyosaki zieht diese in seinem Buch immer wieder heran, um den Cashflow unter verschiedenen Bedingungen zu demonstrieren. Dabei wird sehr deutlich worauf es tatsächlich ankommt, um Geld für sich arbeiten zu lassen.

Die Zusammenfassungen nach jedem Kapitel waren mir allerdings oft sehr lästig, da hier zumeist lediglich das gerade gelesen nahezu wörtlich wiederholt wurde. Das streckt den Inhalt unnötig wie ich finde und hat mich oft dazu veranlasst, das Buch erstmal beiseite zu legen.

Die Auflistung der bedeutendsten Zitate nach jedem Kapitel und die zusätzlichen Fragen sind jedoch wertvolle Lektionen, um das Gelesene zu vertiefen, seine eigene Situation zu analysieren und sich tatsächlich Gedanken über die Umsetzung des Gelernten zu machen.

Resümee

Das Buch verschafft einen exzellenten Einstieg in die Materie und vermittelt sehr eindrucksvoll die Grundlagen und Denkweisen die nötig sind, um sich aus dem endlosen und sinnlosen Kreislauf von Arbeit und Konsum zu befreien.

Wer finanzielle Freiheit anstrebt, wird von Kiyosaki nachhaltig inspiriert und bekommt ein echtes Lehrbuch an die Hand, in das es sich lohnt, immer wieder mal reinzuschauen und Lektionen zu wiederholen.

Meine Wertung: (5 / 5)

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Buchdetails

Rich Dad Poor DadDateigröße der Kindle Edition: 2128 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: FinanzBuch Verlag; Auflage: 2 (14. November 2014)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00KRGYEQS
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Frank LindnerIch bin Frank! Als Verfasser dieser Rezension, habe ich eine Vorliebe für Sachbücher und Ratgeber die meinen Horizont erweitern. Und ich habe Freude daran, meine Leseeindrücke zu teilen. Ich bin unabhängig und schreibe daher völlig zwanglos und ohne den Anspruch auf Relevanz. Lange Zeit habe ich derartige Aufzeichnungen nur für mich persönlich verfasst. Jetzt lasse ich die Welt daran teilhaben.

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